Ein alter Spruch: Mundgeruch macht einsam! Leider wahr. Denn nichts ist abschreckender als eine übel riechende Fahne. Das Blöde: Meist kann man den eigenen Mundgeruch nicht selbst riechen. Ein einfacher Selbsttest aber verrät, ob Sie muffeln. Der Selbsttest für Mundgeruch geht ganz einfach: Man schabt ordentlich Belag der Zunge ab, wartet 30 bis 45 Sekunden und dann folgt die Offenbarung: Riecht er muffig, dann haben Sie Mundgeruch. Jetzt ist guter Rat gefragt. Hier ein paar Tipps, wie Sie wieder zu frischem Atem kommen!
Vorab: Wer glaubt, dem Ganzen mit Mundsprays und Mundwässerchen zu Leibe rücken zu können, der irrt gewaltig. Denn die überdecken die schlechten Gerüche nur kurz. Schon nach kurzer Zeit überwiegt der schlechte Atem wieder. Man muss die Ursache des Problems beheben anstatt die Symptome zu bekämpfen.
Ursache 1: Bakterien im Mundraum
Viele glauben, dass der Magen- und Darmtrakt häufige Ursache für Mundgeruch ist. Doch das ist nur selten der Fall. Zu 90 Prozent liegt die Ursache in der Mundhöhle. Bakterien produzieren Schwefelverbindungen in der Atemluft. Und das riecht ziemlich übel, ein wenig wie nach faulen Eiern. Das kann man mit einem so genannten Halimeter sogar messen. Die Bakterien zwischen den Zähnen und in den Zahnfleischtaschen müssen regelmäßig sorgsam entfernt werden. Das Wichtigste: ein Zungenschaber, den sollte eigentlich jeder täglich benutzen. Nach dem Zähneputzen sollte man mit dem Zungenschaber drei- bis viermal von ganz hinten bis nach vorne die Zunge ausstreichen.
Ursache 2: Verzehr von Lebensmitteln wie Knoblauch, Zwiebeln oder Käse
Manche Lebensmittel produziert ein bis zwei Tage Mund- und auch Körpergeruch. Erste Hilfe: Mit einem Glas Milch lässt er sich zum Teil neutralisieren. Hier kann man mit anderen Lebensmitteln, vor allem frischen Kräutern Abhilfe schaffen. Frischer Salbei, Thymian oder Petersilie binden Geruchsbildende ätherische Öle von Knoblauch oder Zwiebeln. Aber auch der grüne Farbstoff der Blätter wie im grünen Salat kann gute Dienste leisten. Davon müsste man dann allerdings sehr viel essen. Daher gibt es ihn als Tablette in der Apotheke. Ein bis zwei Tage lang nach dem Genuss von Knoblauch und Zwiebeln morgens, mittags und abends einnehmen und der Mundgeruch tritt gar nicht erst auf. Eine weitere Möglichkeit ist ein altes Hausmittelchen: Drei bis vier Nelken in heißem Wasser ziehen lassen und den Mundraum damit umspülen. Diese Mundspülung bekämpft Bakterien und Entzündungen. Wer das nicht mag, kann auch Kardamon-Samen verwenden. Man kaut sie man gleich nach dem Essen und sie bringen schnell frischen Atem und binden unangenehme Gerüche.
Ursache 3: Anzeichen von Krankheiten
Hiermit ist nicht zu spaßen. Süßlicher, ammoniakartiger Mundgeruch kann ein deutlicher Hinweis auf einen bisher unerkannten Diabetes sein. Daher sollte bei starkem Mundgeruch unbedingt ein Arzt aufgesucht werden und der Zuckerspiegel im Blut dringend kontrolliert werden. Auch eine Nierenerkrankung könnte dahinter stecken. Des Weiteren können chronische Entzündungen der Nasennebenhöhlen ebenso Mundgeruch verursachen. Eine so genannte Stinknase gehört in fachärztliche Behandlung.
Ursache 4: Zu trockene Schleimhäute
Wer mit offenem Mund schläft, bekommt eine trockene Mundhöhle. Das erhöht das Risiko für muffigen Mundgeruch am Morgen. Die gute Nachricht: Er ist harmlos und kann ganz einfach mit einem gründlichen Zähneputzen und einer Zungenreinigung entfernt werden. Regelmäßige Zahnpflege und ein bis zweimal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung können hier von Mundgeruch erlösen.